45er.org - Schiffsdetails << Übersicht || Technische Daten :: Geschichte :: Bilder

Die Geschichte der Moby Dick - P167

Moby Dick soll von einem früheren Eigner in den 30er Jahren umgebaut worden sein. Einerseits wurde die Segelfläche durch Kappen des Mastes verringert und der Tiefgang um ca. 30 cm vergrößert. Das Boot wurde nach der Ausmusterung von "Kreuz-Ass ", dem Iangjährigen Familien-Kreuzer der Familie Jegher, Kilchberg, von den Brüdern Peter, Simon und Jürg Jegher erworben. Nach dem Tod von Jürg Jegher entschloss ich mich, um es sozusagen in Familienbesitz zu erhalten, die Moby Dick mit einem Miteigner zu erwerben. Schon im nächsten Jahr wurde die Schale von Portier "ausgelättelt ", d.h. die Fugen ausgefräst und mit eingeleimten Holzlatten gefüllt. Dadurch wurde Moby unten durch wieder einigermaßen dicht. Darauf wurde eine neue Takelage, nach45er-Normen durch Oski Weber gezeichnet und via ihn auch ausgeführt - 13 m Alu-Mast, Genua ins Top, kleineres Groß. Dadurch gewann Moby ganz erheblich an Geschwindigkeit und insbesondere durch das später dazugekommene Fock-Roll-Reff auch an Handlichkeit. Anfangs der 80er Jahre - auch diese Angabe kann ich nur ungefähr machen - befiel ein großes Unglück die Moby: Planken faul. Reparatur-Angebote in der Schweiz lagen bei ca. Fr. 20'000.- . Biatel in Hard bei Bregenz war der Retter. Er garantierte einen Preis von weniger als Fr. 10'000.- Das konnten wir uns noch knapp leisten. Seither wurde nur ein Plastik-Überzug über das Kabinen-Dach gezogen. Wir haben noch immer den alten Flauten-Schieber British Seagull Die Seepolizei hat ihn nicht abgesprochen! Der tut seinen Dienst immer sehr zuverlässig wenn man ihn braucht und die Halterung am Heck wurde seinerzeit noch von Jürg Jegher konzipiert und wohl auch bei L & Sp in Kilchberg realisiert. Seit diesem Jahr gehört Moby Dick nur noch mir und meinen Kindern. Ich selbst segle Moby bei günstigem Wetter gerne alleine, gehe allerdings nicht so weit wie meine Söhne oder Fred Winkler, dies auch noch mit dem Spinnaker zu wagen. Trophäen haben wir mit Moby nur einmal heimgesegelt: Kurz nach der Neu-Takelung gewannen wir den Waser-Preis des ZYC in der Tag-und-Nachtregatta für das erste Boot des ZYC an dieser Regatta. Seither haben Oldtimer in den vorderen Rängen dieser Regatta nichts mehr zu suchen. H.P. Landerer Oldtimer Boot Club Zürichsee 1990