8.9.19 Bericht Herbstregatta II des BYCÜ, 45er

Alle Jahre wieder ist der BYCÜ mit der Herbstregatta II der Treffpunkt der Traditionsklassen 8er, 75er, 45er und Lacustre. Am Freitag, 6. September 2019, war schon große Betriebsamkeit im Hafen zu beobachten. Einige Clubmitglieder räumten ihre Liegeplätze im westlichen Hafenbecken unter tatkräftiger Unterstützung des Präsidenten des BYCÜ, Erich Frieling, des Hafenmeisters Peter Kraus mit Frau Sassa und vieler weiterer helfender Hände.

Lieber Peter, das ist wohl deine letzte „Herbst II“ als Hafenmeister. Dann gehst du in den sehr wohlverdienten Un-Ruhestand. Vielen Dank, für dein langjähriges, professionelles Schaffen für den BYCÜ, nicht nur als Hafenmeister, sondern auch als Bojenleger und Steuermann auf der nicht so einfach zu beherrschenden Gisela, Jugendtrainer und deine so sympathische Art - wohl im Namen aller Freunde des BYCÜ- vielen, vielen Dank!

Ich hatte auch noch eine Baustelle offen. Bei unserem Ausflug zu den Regatten in Hard und Lindau hatten wir drei heftige Kollisionen unter Motor mit unbekannten Objekten, vermutlich schwerem Holz, welches, nicht sichtbar, unter der Wasseroberfläche trieb. Die Befürchtung war, dass dies Schaden am Kiel?, Schraube? oder Ruderblatt? verursacht hat. Wir haben die Romja kurz an den Kran gehängt.  Zum Glück war nichts zu sehen. Die Reinigung der Außenhaut war dann nur noch ein erfreuliches Ereignis.

Romja

Romja wird blitzblank.

Parallel füllte sich der Hafen mit den Regattateilnehmern. Zehn 45er hatten gemeldet. Wieder ein TOP-Meldeergebnis, vielen Dank den so zahlreichen, aktiven 45er-Seglern. Wir mausern uns zur stärksten Traditionsklasse am See, mit chancengleichen alten und neuen Schiffen am Start. Da macht das Segeln richtig Spaß!

Am Samstag stand die Steuermannsbesprechung um 11:00h auf dem Programm. Nach der herzlichen Begrüßung durch Erich Frieling wies der Wettfahrtleiter Alex Ballweg auf das Bahnschema hin, dass letztes Jahr teilweise für Verwirrung sorgte. Die Leetonne muss auch vor dem Zieldurchgang an BB gelassen werden.
Dieses Jahr haben es alle richtig gemacht.

Pfeil

Schuft V führt das Feld der 45er an.


Dann ging es bald aufs Wasser. Bei südlichen bis östlichen Winden mit ca. 2  Bft. konnte sich der Schuft von Anfang an an die Spitze setzen und gab diese Position auch nicht mehr ab.

Startschiff

Das Startschiff signalisiert den Abbruch der Wettfahrt.

Zweiter wurde der Pfeil, dritt die MAY.
Es folgte die zweite Wettfahrt mit ähnlichen Bedingungen. In Bodman/Ludwigshafen sah man dunkle Wolken aufziehen. Häufig ziehen diese Gewitter dann nördlich von Überlingen durch. Dieses Mal kam es anders! Es donnerte kurz und uns traf, kurz vor dem Ziel, Blitz, Donner und heftigster Wind aus nördlichen Richtungen in Verbindung mit sintflutartigem Regen. Schon rund 1 km nördlich vom Hafen soll es keinen Regen gegeben haben! Die Wettfahrt musste abgebrochen werden. Alle, auch die Wettfahrtleitung, kamen pitschnass und ausgekühlt in den Hafen. Es blieb bei einem weiteren Startversuch. Das Gewitter hatte aber die Luftströmungen so durcheinandergewirbelt, dass es beim Versuch blieb.

App

Das sah ziemlich dunkelrot aus über Überlingen.

Nun kam das absolute Highlight des Samstages. Freibier von mehreren Sponsoren und ein tolles Buffet, das keine Wünsche offen ließ. Vielen Dank an ELIAS und sein Team in der Küche, die auch immer wieder für Nachschub sorgten.

Am Sonntag regnete es nur einmal. Der Sportplatz war vom Samstag noch überflutet und nicht als Parkplatz brauchbar. Dank den Seglern für das Verständnis. Man muss wissen, dass der Sportplatz der Stadt Überlingen gehört und der BYCÜ Gast ist. Andere Sportarten sind dann nicht begeistert, wenn der Platz nach einer Regatta wie ein Acker aussieht.

Wir starteten wieder am Sonntag bei südlichen, abnehmenden Winden. Es entbrannte ein Kampf um jeden Meter zwischen Schuft, May, Pfeil und Romja. Die Positionen wechselten ständig. Auf dem letzten Vorwindkurs konnte sich der Pfeil mit seinem wunderschönen Spi durchsetzen, vor der Romja, der Argo und der fee. Schuft und MAY hatten auf der “falschen Seite” leider das Nachsehen.
Ein weiterer Lauf kam mangels Wind nicht mehr zustande.

Argo

Argo und fee konnten sich im Bogen noch vor den Schuft setzen.

Das ergab ein Endergebnis

  1. Pfeil, 3 Pkt
  2. Schuft, 6 Pkt punktgleich mit 3.
  3. Romja, 6 Pkt

Bei der Preisverteilung bekam jeder Teilnehmer ein BYCÜ-Glas und die Treppchen-Kandidaten 4 Flaschen Wein bzw. Secco vom städtischen Weingut KRESS in Überlingen.

Schelm

Schelm und Romja kollidierten nach der letzten Wettfahrt.

Zusammenfassend kann man sagen, die 2 Wettfahrten waren reell, für mehr hat es leider nicht gereicht. Die Wettfahrtleitung hat das Beste daraus gemacht. Die Wettervorhersagen in den verschiedenen Apps waren eben nur Vorhersagen, die sich mehr oder weniger als richtig erwiesen. Es war leider viel zu nass und mehr Sonnenschein wäre auch nicht schlecht gewesen. Die Stimmung war rundherum sehr gut. Am Sonntagmorgen brauchten die Steuerleute schon etwas Überredungskunst, um die Mannschaften bei 10 Grad, Dauerregen und leichten Winden vom Auftakeln und Auslaufen zu überzeugen.

Von Claus Keferstein, Romja, P226

Ergebnis: